Euromos

Entfernung: 90 km; Fahrtzeit: 1 Std. 50 Min

Sie fahren über Bodrum nach Milas und von dort Richtung Söke/Izmir ca. weitere 12 km. Verpassen Sie nicht auf gerader Strecke das Hinweisschild nach rechts in einen Olivenwald. Biegen Sie rechts ab und lassen Sie das Fahrzeug stehen oder fahren Sie ca. 50m weiter bis kurz vor der Tempelanlage.

Die Tempelanlage, malerisch im Olivenhain gelegen gilt als eine der am besten erhaltenen Tempel Kleinasiens. Der Zeustempel  hat einen Umfang von 14,4x26,8 m und soll in der Zeit von Hadrian (117-138 n. Chr.) gebaut worden sein. Die Säulen ließen verschiedene Bürgern der Stadt als Stifter errichten, deshalb sind auf ihnen Namen derselben  auf Tafeln verewigt. 6 Säulen auf der einen Seite des Tempelsockels und 9 auf der anderen, teilweise noch versehen mit massiven Gebälk lassen die einstige Schönheit des heiligen Bezirks nicht nur erahnen. Der Anblick des Tempels inmitten des Olivenhains ist unvergesslich!

Im Norden auf der Berghöhe findet man zudem Reste eines Theaters sowie Teile der Stadtmauer von Euromos. Etwas nördlich der Einfahrt zum Tempel Reste der noch deutlich sichtbaren Agora und südlich der Einfahrt hinter der Nekropole, die einige Steinsärge beinhaltet, die Ruine einer kleinen byzantinischen Kirche.

Es gibt nicht allzu viele Gebäudereste zu sehen; jedoch ist die Einzigartigkeit dieser Stätte ihre Einbettung in die reizvolle Umgebung

Setzen Sie sich einfach auf einen der vielen Steine, die es ermöglichen werden, den Tempel wieder zu rekonstruieren. Lassen Sie das Bauwerk und seine Umgebung auf sich wirken! 

In der Antike war Euromos nach Mylasa (Milas) die wichtigste Stadt der Region und mit Mylasa wirtschaftlich und politisch sehr eng verbunden. Mausolos II., bekannt durch das nach ihm benannten Weltwunder der Antike dem Mausoleum von Halikarnassos, soll durch seine beharrliche Hellenisierungspolitik zur intensiven Besiedelung Euromos beigetragen haben.   Im 5. Jh.v.Chr. hieß die Stadt Euromos  übrigens  " Cyramos" oder "Hyramos".     

Die Steinmetze von Labranda, die hier wohl vorrangig tätig waren, haben stolz ihr Zeichen, die Doppelaxt, hinterlassen

Und übrigens für alle interessierten Botaniker: Es gibt viele Orchideen auf dem Gelände des ehemaligen Euromos zu finden!